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Fibonacci Scrum

Die Zahlen-Reihe des Mathematikers Fibonacci ist fest verankert in den Methoden des agilen Vorgehens. Sie wird für Estimations aller Art herangezogen – ob Planning Poker, Story Points oder Magic Estimation. Dazu gibt es eine nette Geschichte, die ich vor einigen Jahren mal in einem Workshop aufgegriffen habe.

Was ist die Fibonacci Zahlenfolge?

Fibunacci hat den Verlauf unendlichen Wachstums einer Hasen-Population mit dieser Folge mathematisch beschreiben wollen. Daraus ist eine mit 1 beginnende unendliche Zahlenfolge entstanden. Bei dieser werden immer die beiden vorangehenden Zahlen addiert, um die Folgende zu bilden:

1          2          3          5          8          13        21        42        …

(Aufmerksame haben es bemerkt: die 34 fehlt … das hat sich so etabliert, damit es die 42 geben kann, denn sie ist besonders (s.u.))

Fibonacci SchätzungPin
Schätzung nach der Fibonacci Zahlenreihe:

Fibonacci in Estimations

Die Abstände werden immer grösser. In agilen Schätzmethoden, wie Scrum, verwendet man die Reihe bis 42, danach folgt (für nicht schätzbar). Die 42 nimmt ebenfalls eine besondere Rolle ein:

Gemäß dem Computer aus dem Film „per Anhalter durch die Galaxis“ ist 42 die Antwort auf alle Fragen. (etwas nerdig, hat sich aber etabliert)

Also gut, die Abstände in den niedrigeren Zahlen-Bereichen der Fibunacci-Reihe sind klein, in den höheren immer grösser. Was hat das aber mit dem Schätzen zu tun?

Nun zur Geschichte

Als wir Menschen noch auf Bäumen hausten und uns von Baum zu Baum hangelten, war es wichtig zu sehen, ob wir 1 m oder 2 m zum nächsten Baum überwinden mussten, 3 m waren manchmal zu viel. Wenn wir über eine Schlucht springen wollten, war es wichtig, ob es 3 oder 5 m waren, 8 m waren definitiv zu viel. Wenn wir einem Tier hinterher jagen wollten war es wichtig, ob es 13 oder 21 m waren – 42 m waren evtl. zu viel, um zu treffen. Wir mussten immerzu schätzen. Nahe Abstände genauer zu schätzen war wichtig. Große Abstände schätzen brauchte keine hohe Genauigkeit. Und so, erzählt man sich, haben wir das Schätzen von kleineren Dingen viel besser gelernt.

Fibonacci EstimationPin
Fibonacci Estimation hilft low hanging fruits zu identifizieren und liefert quasi eine automatische Priorisierung

Spaß beiseite: Übertragen auf unsere Estimations ist es genauso. Greifbares können wir schätzen, Abstraktes weniger. Die Aufgabe ist es das Abstrakte so „klein zu hacken“, dass es greifbar wird. Eine „42“ oder „21“ sollte immer ein Warnsignal sein. Können wir das in separate Teile splitten? Es macht sogar Sinn eine 13 oder 8 zu hinterfragen: Viele kleine Teile sichern Klarheit und Transparenz – Komplexität wird reduziert durch Entkoppeln.

Viel Spaß beim Hüpfen …

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