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PDCA-Zyklus

PDCA-Zyklus Definition

PDCA steht für: Plan, Do, Check, Act und wird Deming-Zyklus genannt. Deming definierte den PDCA-Zyklus als wissenschaftlichen Ansatz für einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess von Unternehmen. Durch diesen vierstufigen Zyklus etablieren sich Messbarkeit, Vorhersagen und experimentelle Verbesserungen von Firmen.

Philosophie der Prozessverbesserung?

Deming war der Urvater der kontinuierlichen Verbesserung. Als Statistiker und Wissenschaftler wollte er seine Methode auf Geschäftsprozesse anwenden. Er erfand den PDCA-Zyklus (der Deming Cycle) und den weniger bekannten PDSA-Zyklus. Im Vergleich zu den Ansätzen von Taylor hatte Deming das gesamte Unternehmen im Fokus der Verbesserung, während sich Taylor auf einzelne Prozesse konzentrierte.

Taylor hatte die Prozessverbesserung im Blick, Deming eine ganzheitliche Betrachtung des Unternehmens.Click to Tweet

PDCA-Zyklus als Modell

Der Deming-Zyklus ist ein Modell zur kontinuierlichen Qualitätsverbesserung, das aus einer logischen Abfolge von vier Schlüsselphasen besteht: Plan, Do, Study und Act.

Das Ziel von Deming war es:

  • ein System zur kontinuierlichen Qualitätsverbesserung zu haben
  • Verringerung von Fehlern durch höhere Qualitätsgleichmäßigkeit zu erreichen
  • zu verstehen, was Qualität im Kontext bedeuten sollte

Unterschiede zwischen PDCA- und PDSA-Zyklus

Die Phasen des PDCA-Zyklus

PDCA steht für: Plan, Do, Check, Act nochmal, auch schon s.o.

Die Phasen des PDSA-Zyklus

PDSA steht für Plan, Do, See, Act

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PDCA-Zyklus von Deming: Plan : Do : Check : Act

Deming war wissenschaftlich orientiert und hat zwischen Check und Study unterschieden. Check bedeutete für ihn „zu prüfen, OB eine Verbesserung erreicht wurde“, Study bedeutete für ihn „zu untersuchen, WESHALB eine Verbesserung erreicht wurde“. Diesen Unterschied vernachlässigen wir im folgenden Überblick. Ich gehe davon aus, dass es in der Praxis wenig Unterschied macht, bzw. wir sowieso mit dem Mindset unterwegs sind, „verstehen zu wollen“.

Deming-Zyklus anwenden

Wie wir bereits festgestellt haben, ist der Deming-Zyklus ein vierstufiger Ansatz zur kontinuierlichen Verbesserung.

Plan – die Vorhersage

Im Schritt des Planens sind einige Punkte von Bedeutung:

  • Die Definition von Qualität
  • Die Messbarkeit von Verbesserung
  • Die Vorhersagbarkeit von Ergebnissen

Es ist Ziel eines jeden Durchlaufs, im Zyklus Vorhersagen zu treffen. Das sind natürlich nur Hypothesen, die dann am Ende des Zyklus validiert werden. Hierbei werden klare Verbesserungsvorstellungen artikuliert, die sich in Bezug auf Ergebnisse, z.B. das Produkt, einstellen sollen. Dieser aufgestellte Plan begleitet den gesamten Zyklus.

Dabei steht genauso auf dem Prüfstand, wie gut wir in unseren Vorhersagen sind und ob unsere Messmethoden geeignet sind, die Ergebnisse zu hinterfragen. Diese Phase dient also dem Versuch, Ergebnisse zu verbessern, aber auch dem tieferen Verständnis des eigenen Geschäftes.

Nicht zuletzt ist es für diese Definitionsphase notwendig, eine Ortsbestimmung vorzunehmen. Wir müssen messen, wo wir uns gerade befinden, um nach dem Zyklus den Fortschritt zu bestimmen. Und im nächsten Schritt diesen als Vorhersage zu quantifizieren.

Do – die Umsetzung

In der Do-Phase (der Umsetzung) geht es um Veränderungen im kleinen Maßstab. Um Tests, die iterative Veränderungen beleuchten, die Variablen ermitteln, die wirklich zur Entwicklung beitragen. Jeder Test sollte dokumentiert werden, auch wenn es keine Fortschritte gab, ist es ein Lernergebnis: wir werden schlauer.

Eine Generalüberholung mit vielen Änderungen gleichzeitig ist nicht hilfreich. Wir wüssten im Anschluss nicht, welche Ergebnisse auf welche Ursachen zurückzuführen sind. Es geht um Veränderungen im Unternehmen, am Produkt nahe eines wissenschaftlichen Vorgehens den Satz verstehe ich nicht. Es geht darum, „das System“ zu verstehen.

Check / Study – das Messen

Im Anschluss kommt die „Check“ oder „Study“ Phase, die Überprüfung der Ergebnisse.

  • Haben Verbesserungen stattgefunden?
  • Kann ich das überhaupt gut messen?
  • Sind meine Vorhersagen eingetroffen?
  • Was genau hat Verbesserungen herbei geführt?

Die Studienphase ist der entscheidende Punkt der Abgrenzung zum PDCA-Zyklus. Für Deming werden in dieser Phase die Ergebnisse der Planung und Umsetzung gezeigt. Die Ergebnisse sind jedoch größer als nur die Frage, ob sich der Prozess verbessert hat oder nicht. Zu den Ergebnissen gehört auch, ob sich der Prozess aus den Gründen verbessert hat, von denen Sie dachten, dass er sich verbessern würde. Sie würden auch beinhalten, ob Sie in der Lage waren, die veränderten Ergebnisse im Voraus vorherzusagen.

Act – das Handeln

In der Check bzw. Study Phase steht lernen, Wissen generieren im Fokus. In der Act-Phase geht es darum, das Gelernte anzuwenden. Dazu gehören:

  • Das Wissen im Unternehmen zu teilen
  • Die Änderungen zu implementieren
  • Den nächsten Zyklus mit neuen Hypothesen zu starten

Das bedeutet, die gefundenen Verbesserungen in experimenteller Umgebung werden in der breiten Realität, den passenden Organisationsteilen implementiert. Um hier möglichst erfolgreich zu sein, ist es hilfreich, das Gelernte (Erfolge sowie Misserfolge) zu teilen. Das schafft Verständnis für die Veränderung und bereichert das Unternehmen um die Kenntnis, wie es funktioniert.

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PDCA Zyklus als Grundlage des Lernens mit anschliessendem Etablieren der Verbesserung als neuen Startpunkt.

Deming und agile Arbeitsweisen

Auch wenn Deming schon vor ca. 100 Jahren seine Lehren verbreitet hat, ist es für mich immer noch frappierend, dass wir erst viel später auf agile Arbeitswelten umschalten. Er lehrte, die wissenschaftliche Demut in Unternehmen anzuwenden und sich auf Messwerte, im übertragenen Sinne auch dem Marktfeedback unterzuordnen. Er lehrte Offenheit und Neugier. Sein Grundprinzip war Transparenz und die gesamte Organisation zu schulen. Alles Grundzüge, an denen noch heute viele Transformationen zu agilen Unternehmen scheitern.

Eigentlich war Deming der Vater aller agiler Vorgehensweisen.Click to Tweet

Weiterführende Artikel


PDCA-Zyklus – Schritt für Schritt

Benötigte Zeit: 11 Minuten.

Schritte des PDCA-Zyklus

  1. Plan

    Eine Hypothese für Verbesserung wird aufgestellt. Die Messbarkeit soll sichergestellt sein. Die Umsetzung wird geplant.

  2. Do

    Die Planung wird umgesetzt. Die Messwert-Verbesserung ist der Fokus. Dabei geht es um neugierige Beobachtung. Ziel ist es bei jedem Zyklus möglichst viel zu lernen.

  3. Check

    Check steht für das Überprüfen der Messwerte. Deshalb hat Deming das auch später in „S“ für study umbenannt. Wir wollen nicht nur ein erreichen überprüfen, sondern auch das wie erfahren.

  4. Act

    Aus dem Gelernten wird der nächste Zyklus initiiert. Die Act Phase des Zyklus ist zugleich die neue Plan-Phase des nächste Zyklus.

Fragen und Antworten zum PDCA-Zyklus

Warum PDCA?

Der PDCA-Zyklus von Deming gewährleistet eine strukturierte Form der kontinuierlichen Verbesserung bei Produkten, Organisation und Prozessen. Es bietet sich in einem unsteten Umfeld nach dem Plan – Do – Check – Act Prinzip vorzugehen. Aus dieser Grundlage sind diverse Arbeitsmethoden entstanden.

Was versteht man unter PDCA?

Unter PDCA versteht man den Deming-Kreis, ein Vorgehen zur kontinuierlichen Verbesserung in Organisationen nach dem Plan – Do – Check – Act Prinzip.

Was ist ein PDCA?

PDCA steht für Plan – Do – Check – Act, ein Vorgehen für kontinuierliche Verbesserung in Unternehmen auch bekannt als Deming Kreis. Es basiert auf dem Bestreben nach fortwährendem Lernen und verbessern des eigenen Unternehmensumfeldes.

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